Breite Unterstützung für den Lernort Kislau

Seit seiner Gründung vor siebeneinhalb Jahren verfolgt unser Verein das Ziel, auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers Kislau einen Lernort zu errichten. Noch immer aber fehlen die Räumlichkeiten: In der Kislauer Schlossanlage befindet sich heute eine Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal und einer Unterbringung im historischen Baubestand außerhalb der Gefängnismauern hat das Land eine Absage erteilt.

Für einen Neubau würde das Land Baden-Württemberg ein Grundstück vor den Toren der Schlossanlage zur Verfügung stellen. Die Erfahrung hat uns allerdings gelehrt, dass sich ein Neubau nur realisieren lässt, wenn das Land auch den Hauptanteil der Baukosten übernimmt. Die Umsetzung des von uns favorisierten Architekturentwurfs ist jedoch im Landtag nicht mehrheitsfähig. Deshalb haben wir ein Szenario für eine kostengünstigere Bauvariante entwickelt und den Antrag an den Landtag gerichtet, für deren Realisierung eine einmalige Summe in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Mit einem öffentlichen Aufruf haben sich Historiker*innen, Gedenkstätten- und Museumsfachleute, Vertreter*innen bürgerschaftlicher Vereinigungen und geschichtsbewusste Lai*innen nun an die Fraktionen gewandt und sie gebeten, uns die Schaffung von Räumlichkeiten für den Lernort Kislau zu ermöglichen. Viele von ihnen haben zudem in ihren eigenen Worten dargelegt, warum die Realisierung des Projekts aus ihrer Sicht wichtig ist. Ihre persönlichen Statements können Sie hier einsehen. Wenn auch Sie sich unserem Aufruf anschließen möchten, freuen wir uns über eine Nachricht an info@lzw-verein.de.

In einer Zeit, in der das Wissen um die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur immer mehr schwindet, ist eine historisch-politische Bildungsarbeit wie die des Lernort Zivilcourage & Widerstand e. V. wichtiger denn je. Wir unterstützen das Vorhaben des Vereins, auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers Kislau einen Lernort zu errichten, und bitten die Mitglieder des Landtags hiermit, in den Doppelhaushalt 2020/21 für dessen Bau einen Betrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro einzustellen.

Harald Denecken | Vorsitzender des Forum Ludwig Marum e. V.

Catherine Devaux | Bezirkssprecherin von Amnesty International Karlsruhe

Eberhard Dittus | Vorsitzender der Gedenkstätte für NS-Verfolgte Neustadt a. d. W.

Prof. Dr. Frank Engehausen | Historisches Seminar der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Bernd Faulenbach | Bundesvorsitzender Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Prof. Dr. Norbert Frei | Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Jena

Dana Giesecke | wissenschaftliche Leiterin der Stiftung FUTURZWEI

Michael Göpfrich | Mitglied der Initiative Kislau-Forum, Bad Schönborn

Martin Gross | Landesbezirksleiter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Baden-Württemberg

Beat Hächler | Direktor des Alpinen Museums der Schweiz, Bern

Dr. Joachim Hahn | Vorsitzender der Alemannia Judaica, Plochingen

Jochen Jentsch | Bad Schönborn

Birgit Kipfer | Sprecherin von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. Baden-Württemberg

Gabriele Klösters | Bad Schönborn

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze | Institut für Geschichte am Karlsruher Institut für Technologie

Martin Kunzmann | Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds Baden-Württemberg

Kai Lohse | Bundesanwalt | Sprecher der Initiative Kislau-Forum, Bad Schönborn

Dr. Thomas Lutz | stellvertretender Leiter der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Prof. Robert Mürb | Vorsitzender der Landesvereinigung Baden in Europa e. V., Karlsruhe

NS-Gedenkstätte Ahrensbök | Vorstand und Team

Monika Pohl | stellvertretende Vorsitzende des Forum Ludwig Marum e. V., Karlsruhe

Stefan Querl | stellvertretender Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel, Münster

Dr. Andrea Riedle | Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau

Romani Rose | Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg

Dr. Thomas Schalla | Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe

Reiner Schmidt | Geschäftsführer des Verlags Regionalkultur, Ubstadt-Weiher

Peter Spuhler | Generalintendant des Badischen Staatstheaters, Karlsruhe

Prof. Dr. Sybille Steinbacher | Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt a. M.

Dr. Sebastian Weitkamp | Historiker

Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann | Leiter des GLA Karlsruhe im Landesarchiv Baden-Württemberg

Roman Zitzelsberger | Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg

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