2021

Peer-Leader gesucht!

Bald geht unser mobiles Geschichtslabor zum Konzentrationslager Kislau in Nordbaden auf Tour. Für das begleitende Peer-Programm suchen wir noch junge engagierte Menschen (max. 24 Jahre alt), die Lust haben, sich eingehender mit den Unterschieden zwischen Demokratie und Diktatur auseinanderzusetzen. Als Peer-Leader beschäftigst du dich intensiv mit den Inhalten unseres Labors und unterstützt anschließend andere junge Menschen dabei, Peer-Guides zu werden.

Alles Wichtige erfährst du im Rahmen eines Zoom-Meetings am Donnerstag, den 28. Januar 2021 um 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig, folge einfach diesem Link: https://zoom.us/j/99937912671  Wir freuen uns auf dich!

Zoom-Meeting | Uhrzeit: 17.30 Uhr

Vortragsabend 'Das Unrecht richten'

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Umstände musste der Vortragsabend leider verschoben werden. Als Nachholtermin ist Donnerstag, der 24. Juni 2021 vorgesehen.

Am 20. November 2020 jährt sich der Beginn des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses zum 75. Mal. Wir nehmen den Jahrestag zum Anlass, um das Ereignis näher zu beleuchten, einen Bogen zum Auschwitz-Prozess zu spannen und  den Blick auf Robert Kempner und Fritz Bauer zu richten:

Der gebürtige Freiburger Kempner ist heute in Deutschland nahezu vergessen. Dies betrifft nicht nur sein Wirken vor 1933 und im Exil, sondern auch seine Rolle als stellvertretender Chefankläger in den Nürnberger Prozessen. Bauers Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Verbrechen hingegen sind in den letzten Jahren wieder etwas stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch sein Wirken in der Weimarer Republik und in der Emigration jedoch ist heute unbekannt. Dass er aus Stuttgart stammte und was er dort tat, weiß selbst in Baden-Württemberg kaum noch jemand.

Die Biografien beider Männer bieten eindrucksvolle Beispiele demokratischen Wirkens in der Weimarer Republik und werfen zugleich Schlaglichter auf den doppelten Verfolgungsdruck, dem Demokraten jüdischer Herkunft bereits unmittelbar nach der Machtübergabe an die Nazis ausgesetzt waren. Die Nachkriegsprozesse, die sich mit ihren Namen verknüpfen, markieren den Weg vom Maßstäbe setzenden Kriegsverbrechertribunal der US-amerikanischen Besatzungsmacht zum späten Beginn einer eigenständigen Aufarbeitung durch bundesrepublikanische Behörden.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die historische und tagesaktuelle Relevanz dieser Prozesse ebenso diskutiert werden wie die Frage, warum Kempner und Bauer so lange dem Vergessen anheimgestellt waren.

Mit Henrike Claussen, der Direktorin der Stiftung Forum Recht, und Prof. Dr. Sybille Steinbacher, der Leiterin des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt, haben wir ausgewiesene Kennerinnen der Nürnberger Prozesse und des Auschwitz-Prozesses als Referentinnen gewonnen. Als Impulsgeber sowie später als Mitdiskutant wird Generalbundes­anwalt Dr. Peter Frank einen Bogen in die Gegenwart spannen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesarchiv Baden-Württemberg statt.

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 19.00 Uhr

Fachtagung 'Demokratie-Retter*innen 1.0'

Mitglieder des Reichsbanners in Ladenburg 1925 am Grab von Reichspräsident Friedrich Ebert in Heidelberg (Kreisarchiv Rhein-Neckar, Nachlass Gärtner, F 122)

In der Zeit der Weimarer Republik gab es einige zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich der Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft verschrieben hatten und antidemokratisch-rassistischer Hetze aktiv entgegentraten. Trotz der oft frappierenden Aktualität ihres Wirkens sowie der Lehren, die uns gerade ihr Scheitern aufgibt, sind diese Organisationen heute nur noch Wenigen bekannt und teils kaum erforscht.

Im Rahmen der Fachtagung ‚Demokratie-Retter*innen 1.0‘ wird der Forschungsstand zu sieben solcher Organisationen von ausgewiesenen Expert*innen zusammengetragen. Anschließend sind die Tagungsteilnehmer*innen gefragt: Gemeinsam erarbeiten sie, welche Möglichkeiten dieses Thema für die historisch-politische Bildungsarbeit und speziell für die Demokratie-Vermittlung eröffnet. Angelehnt an das Workshop-Format ‚Open Space‘, geschieht dies zunächst in offener Gruppenarbeit und dann im Plenum.

Hier finden Sie das komplette Programm (Stand: November 2020).

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 10 bis 19 Uhr