2021

Peer-Leader gesucht!

Bald geht unser mobiles Geschichtslabor zum Konzentrationslager Kislau in Nordbaden auf Tour. Für das begleitende Peer-Programm suchen wir noch junge engagierte Menschen (max. 24 Jahre alt), die Lust haben, sich eingehender mit den Unterschieden zwischen Demokratie und Diktatur auseinanderzusetzen. Als Peer-Leader beschäftigst du dich intensiv mit den Inhalten unseres Labors und unterstützt anschließend andere junge Menschen dabei, Peer-Guides zu werden.

Alles Wichtige erfährst du im Rahmen eines Zoom-Meetings am Donnerstag, den 28. Januar 2021 um 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig, folge einfach diesem Link: https://zoom.us/j/99937912671  Wir freuen uns auf dich!

Zoom-Meeting | Uhrzeit: 17.30 Uhr

Info-Treffen für Peer-Guides

Um was geht's?
Die Nazis sind 1933 nicht mit UFOs gelandet, sondern der Gang in die NS-Diktatur hat sich schleichend vollzogen. Ein Ort, der diesen Weg markiert, war das KZ Kislau bei Bruchsal. An acht interaktiven Stationen können junge Menschen in unserem mobilen Geschichtslabor diesen wenig bekannten Teil der Regionalgeschichte erkunden und sich mit aktuellen politischen Fragestellungen auseinandersetzen.
 
Jetzt bist du gefragt!
Du hast Interesse am Thema und bist zwischen 14 und 24 Jahre alt? Dann unterstütze uns als Peer-Guide: Begleite andere junge Menschen beim Besuch des Geschichtslabors und tausche dich mit ihnen aus.
 
Was musst du mitbringen?
Um Peer-Guide zu werden, musst du kein:e Expert:in für NS-Geschichte oder für Politik sein, sondern einfach nur Zeit und Lust mitbringen. Gemeinsam mit anderen erweiterst du im Juni 2021 in Workshops dein Know-how zu Geschichte und Politik sowie zu Moderationstechniken.
 
Was bringt dir das Ganze?
Du lernst nette Leute kennen und machst spannende Erfahrungen. Für die Teilnahme an den Workshops erhältst du ein Zertifikat und für deinen Einsatz als Peer-Guide später auch eine kleine Vergütung.
 
Nimm am Info-Treffen teil!
Bei einem virtuellen Info-Treffen am 21. Mai um 17 Uhr kannst du mehr über das Geschichtslabor und über unser Peer-Programm erfahren. Hier geht es zum Zoom-Meeting: https://zoom.us/j/92713465510
 
Wenn du an dem Treffen nicht teilnehmen kannst, schreib uns gerne eine E-Mail an info@lernort-kislau.de oder ruf uns an: 0721 8210 1070. Alle Informationen findest du auch in unserem Einladungsflyer, der gerne an Interessierte weitergeleitet werden kann.
 

Zoom-Meeting | Uhrzeit: 17.00 Uhr

'Ein Ort der Willkür und Entrechtung'

Wir freuen uns, mit gleich mehreren Angeboten im Programm der Abendakademie Mannheim vertreten zu sein. Im Rahmen eines virtuellen Vortrags am 8. Juni um 18 Uhr wird unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Luisa Lehnen Einblicke in die bisherigen Forschungsergebnisse des Projekt-Teams zum Konzentrations- und Bewahrungslager Kislau geben. Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom statt.

Ergänzend wird, vorbehaltlich der geltenden Corona-Regeln, am 15. Juni eine Exkursion zum historischen Ort angeboten. Beide Angebote sind kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung über die Abendakademie erforderlich. Nähere Informationen zum Vortrag und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier, nähere Informationen zur Exkursion sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Zoom-Meeting | Uhrzeit: 18.00 Uhr

Vortragsabend 'Das Unrecht richten'

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Umstände musste der Vortragsabend leider verschoben werden. Als Nachholtermin ist Donnerstag, der 24. Juni 2021 vorgesehen.

Am 20. November 2020 jährt sich der Beginn des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses zum 75. Mal. Wir nehmen den Jahrestag zum Anlass, um das Ereignis näher zu beleuchten, einen Bogen zum Auschwitz-Prozess zu spannen und  den Blick auf Robert Kempner und Fritz Bauer zu richten:

Der gebürtige Freiburger Kempner ist heute in Deutschland nahezu vergessen. Dies betrifft nicht nur sein Wirken vor 1933 und im Exil, sondern auch seine Rolle als stellvertretender Chefankläger in den Nürnberger Prozessen. Bauers Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Verbrechen hingegen sind in den letzten Jahren wieder etwas stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch sein Wirken in der Weimarer Republik und in der Emigration jedoch ist heute unbekannt. Dass er aus Stuttgart stammte und was er dort tat, weiß selbst in Baden-Württemberg kaum noch jemand.

Die Biografien beider Männer bieten eindrucksvolle Beispiele demokratischen Wirkens in der Weimarer Republik und werfen zugleich Schlaglichter auf den doppelten Verfolgungsdruck, dem Demokraten jüdischer Herkunft bereits unmittelbar nach der Machtübergabe an die Nazis ausgesetzt waren. Die Nachkriegsprozesse, die sich mit ihren Namen verknüpfen, markieren den Weg vom Maßstäbe setzenden Kriegsverbrechertribunal der US-amerikanischen Besatzungsmacht zum späten Beginn einer eigenständigen Aufarbeitung durch bundesrepublikanische Behörden.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die historische und tagesaktuelle Relevanz dieser Prozesse ebenso diskutiert werden wie die Frage, warum Kempner und Bauer so lange dem Vergessen anheimgestellt waren.

Mit Henrike Claussen, der Direktorin der Stiftung Forum Recht, und Prof. Dr. Sybille Steinbacher, der Leiterin des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt, haben wir ausgewiesene Kennerinnen der Nürnberger Prozesse und des Auschwitz-Prozesses als Referentinnen gewonnen. Als Impulsgeber sowie später als Mitdiskutant wird Generalbundes­anwalt Dr. Peter Frank einen Bogen in die Gegenwart spannen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesarchiv Baden-Württemberg statt.

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 19.00 Uhr

Fachtagung 'Demokratie-Retter:innen 1.0'

Mitglieder des Reichsbanners in Ladenburg 1925 am Grab von Reichspräsident Friedrich Ebert in Heidelberg (Kreisarchiv Rhein-Neckar, Nachlass Gärtner, F 122)

In der Zeit der Weimarer Republik gab es einige zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich der Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft verschrieben hatten und antidemokratisch-rassistischer Hetze aktiv entgegentraten. Trotz der oft frappierenden Aktualität ihres Wirkens sowie der Lehren, die uns gerade ihr Scheitern aufgibt, sind diese Organisationen heute nur noch Wenigen bekannt und teils kaum erforscht.

Im Rahmen der Fachtagung ‚Demokratie-Retter:innen 1.0‘ wird der Forschungsstand zu sieben solcher Organisationen von ausgewiesenen Expert:innen zusammengetragen. Anschließend sind die Tagungsteilnehmer:innen gefragt: Gemeinsam erarbeiten sie, welche Möglichkeiten dieses Thema für die historisch-politische Bildungsarbeit und speziell für die Demokratie-Vermittlung eröffnet. Angelehnt an das Workshop-Format ‚Open Space‘, geschieht dies zunächst in offener Gruppenarbeit und dann im Plenum.

Nachdem der ursprüngliche Termin im November 2020 Corona-bedingt abgesagt werden musste, können wir an unserem Ersatz-Termin am 9. Juli 2021 voraussichtlich festhalten. Das aktualisierte Programm folgt in Kürze.

Südwerk - Bürgerzentrum Südstadt, Henriette-Obermüller-Straße 10, Uhrzeit: 10 bis 19 Uhr