2020

Treffen der PR- & Fundraising-AG

Der Lernort Kislau wird nur dann Realität, wenn wir für die Mittelakquise alle verfügbaren Kräfte, Kontakte und Talente mobilisieren. In der Arbeitsgemeinschaft PR & Fundraising überlegen haupt- und ehrenamtliche Vereinsmitglieder deshalb gemeinsam, wie das Projekt in der Öffentlichkeit am besten präsentiert werden kann und wie sich potentielle Spender für unsere Sache gewinnen lassen. Das nächste Treffen findet am Montag, dem 13. Januar um 18.30 Uhr statt.

Kennen Sie Menschen, die wir für die Finanzierung des Lernorts Kislau gewinnen sollten? Oder haben Sie vielleicht 'einfach so' Lust, sich in der einen oder anderen Form in das Fundraising oder in die Öffentlichkeitsarbeit für den Lernort einzubringen? Wir freuen uns über neue Gesichter und Ihre Ideen und Anregungen!

LZW-Büro im 5. OG des DGB-Hauses, Ettlinger Straße 3a, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 18.30 Uhr

'Auftakt zu Terror und Vernichtung'

Wenn von den Lagern des NS-Regimes die Rede ist, denken die meisten Menschen an Dachau, Buchenwald oder – allen voran – an Auschwitz. Das nationalsozialistische Unrecht begann jedoch nicht erst mit dem massenhaften Morden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sondern schon unmittelbar nach der ‚Machtergreifung‘. Bereits in den ersten Lagern, die im Frühjahr 1933 eilig im gesamten Deutschen Reich errichtet wurden, waren fundamentale rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt. Wer als ‚Schutzhäftling‘ in eines dieser Lager verschleppt wurde, war grenzenloser Willkür, Zwangsarbeit und psychischer wie physischer Drangsalierung ausgesetzt.

Am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnern wir im Rahmen einer Gedenkstunde vor Ort an die Schicksale von Häftlingen, die in das frühe badische Konzentrationslager Kislau verschleppt wurden: Allen voran sei der Landes- und Reichspolitiker Ludwig Marum genannt, der 1934 in Kislau ermordet wurde. Darüber hinaus möchten wir die Menschen ins Bewusstsein rufen, die von Kislau aus in andere Lager ‚verschubt‘ wurden und dann wie der Zeuge Jehovas Josef Messmer dort zu Tode kamen oder wie der frühere KPD-Landtagsabgeordnete Stefan Heymann erst 1945 wieder die Freiheit erlangten. Ebenso möchten wir an Männer wie den kommunistischen Widerstandskämpfer Georg Lechleiter oder den rassistisch verfolgten Arthur Stern erinnern, die zwar aus Kislau freikamen, aber später erneut in die Fänge des Regimes gerieten.

Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel statt. Bitte richten Sie sich darauf ein, dass keine Sitzmöglichkeiten und keine Toiletten zur Verfügung stehen!

Bauplatz für den Lernort Kislau, Kislauer Weg, 76669 Bad Schönborn | Uhrzeit: 17.00 Uhr

Treffen der PR- & Fundraising-AG

Der Lernort Kislau wird nur dann Realität, wenn wir für die Mittelakquise alle verfügbaren Kräfte, Kontakte und Talente mobilisieren. In der Arbeitsgemeinschaft PR & Fundraising überlegen haupt- und ehrenamtliche Vereinsmitglieder deshalb gemeinsam, wie das Projekt in der Öffentlichkeit am besten präsentiert werden kann und wie sich potentielle Spender für unsere Sache gewinnen lassen. Das nächste Treffen findet am Montag, dem 24. Februar um 18.30 Uhr statt.

Kennen Sie Menschen, die wir für die Finanzierung des Lernorts Kislau gewinnen sollten? Oder haben Sie vielleicht 'einfach so' Lust, sich in der einen oder anderen Form in das Fundraising oder in die Öffentlichkeitsarbeit für den Lernort einzubringen? Wir freuen uns über neue Gesichter und Ihre Ideen und Anregungen!

LZW-Büro im 5. OG des DGB-Hauses, Ettlinger Straße 3a, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 18.30 Uhr

'Ein Ort der Willkür und Entrechtung'

Auch in diesem Jahr möchten wir Interessierten die Geschichte des Konzentrationslagers Kislau näherbringen. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Volkshochschule Bruchsal auf unsere Anregung hin Veranstaltungen zu dem Thema ins Programm genommen hat. Am 6. März 2020 wird Luisa Lehnen auf den öffentlichen Wegen rund um das Kislauer Schloss eine etwa einstündige Führung unter dem Titel 'Das Konzentrations- und Bewahrungslager Kislau 1933 bis 1939' anbieten. Die Anmeldung erfolgt über die VHS Bruchsal, es wird eine Kursgebühr von 6,00 Euro erhoben.

Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel statt. Bitte richten Sie sich darauf ein, dass keine Sitzmöglichkeiten und keine Toiletten zur Verfügung stehen!

Parkplatz vor der JVA-Außenstelle, Kislauer Weg 5, 76669 Bad Schönborn | Uhrzeit: 15.50 Uhr

"Hitler in die Heilanstalt"

Unter dem Titel "Hitler in die Heilanstalt" hält Projektleiterin Dr. Andrea Hoffend am 12. März 2020 einen Vortrag über den ehemaligen badischen Innenminister und Staatspräsidenten Adam Remmele, der sich in der Weimarer Republik unermüdlich für die Demokratie eingesetzt hat. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung 'Charleston & Gleichschritt - Karlsruhe in der Weimarer Republik', die ab dem 28. Februar 2020 im Stadtmuseum Karlsruhe im Prinz-Max-Palais zu sehen ist. Das komplette Begleitprogramm der Ausstellung steht hier zum Abruf bereit.

Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais, Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 18.00 Uhr

LZW wird Einsatzstelle für FSJ Kultur

Unser Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle für ein FSJ Kultur wurde zu unserer großen Freude bewilligt. Nun suchen wir eine kreative junge Persönlichkeit, die unser Team ab September 2020 für ein Jahr bereichern möchte. Weitere Informationen über den Einsatzplatz sowie die Möglichkeit zur Bewerbung finden sich hier. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2020.

Über die Rahmenbedingungen des FSJ Kultur gibt die Seite der 'Landesvereinigung für kulturelle Jugendbildung in Baden-Württemberg e. V.' (LKJ) Auskunft: https://www.lkjbw.de/fsj-kultur/infos-fuer-jugendliche/

 

Online-Infoabend Geschichts­labor

Am Beispiel des KZ Kislau entwickeln wir bis Jahresende 2020 ein mobiles Geschichtslabor zum Übergang zwischen Recht und Unrecht, Demokratie und Diktatur. Und dafür suchen wir Dich! Von Anfang an wollen wir engagierte Jugendliche mit einbinden. Sei dabei und stelle gemeinsam mit uns etwas Neues auf die Beine – nämlich keine Schulstunde, sondern eine spannende Möglichkeit, sich aktiv mit Geschichte auseinanderzusetzen.

Auch und gerade in diesen Zeiten wollen wir an unserem Vorhaben festhalten, weshalb der Infoabend online via 'Zoom' stattfinden wird. Keine Anmeldung nötig! Gehe am 27. Mai um 18 Uhr einfach auf zoom.us/j/94998042519.

Hier geht es zum Flyer.

Noch Fragen? Melde Dich!
Du erreichst uns unter 0721 8210 1070, per E-Mail, Facebook oder Twitter!

Online via Zoom | Uhrzeit: 18.00 Uhr

Mitglieder­versammlung

Der LZW-Vorstand lädt alle Vereinsangehörigen herzlich zu einer Mitgliederversammlung ein. Auf der Tagesordnung stehen mehrere Vorschläge zur Satzungsänderung sowie ein kurzes Update über den Stand der Bauplanung und die Tätigkeiten des Projekt-Teams. Für sichere Abstände, gute Durchlüftung und sonstige Sicherheitsmaßnahmen wird selbstverständlich gesorgt sein. Dennoch müssen wir Sie im Interesse einer angemessenen organisatorischen Vorbereitung diesmal leider bitten, sich bis spätestens Sonntag, den 14. Juni für die Sitzung anzumelden. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen!

Großer Sitzungssaal im 1. OG des DGB-Hauses, Ettlinger Straße 3a, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 19.00 Uhr

Vortrag über das KZ Kislau im AWWK-Programm

Wir freuen uns, mit einem Vortrag im Programm der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe vertreten zu sein. Unter dem Titel 'Ein Ort der Willkür und Entrechtung' wird unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Luisa Lehnen Einblicke in die bisherigen Forschungsergebnisse des Projekt-Teams zum Konzentrations- und Bewahrungslager Kislau geben.

Die AWWK erhebt einen Unkostenbeitrag von 11 bzw. 5 Euro. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der AWWK-Webseite zu finden.

Geschäftsstelle der AWWK, Rüppurrer Straße 1a, Haus B, 5. OG, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 18.00 Uhr

Geschichts- und Kunst-Workshop "Voll Opfer?"

Zeichnung: Katja Reichert

„Du Opfer!“ – was heißt das eigentlich? Im Rahmen eines viertägigen Geschichts- und Kunst-Workshops in Bad Schönborn möchten wir den Begriff gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Landkreis Karlsruhe in den Sommerferien einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Ausgehend von der Geschichte des badischen Konzentrationslagers Kislau, werden sich die Teilnehmer*innen mit dem Begriff 'Opfer' und mit verschiedenen Opfer-Geschichten beschäftigen. Aber natürlich wird auch über das Hier und Jetzt gesprochen: Was verstehen wir heute unter dem Begriff 'Opfer'? Wie wurde er zum Schimpfwort? Und was löst er in Menschen aus?

Über viele spannende Gespräche hinaus soll es vor allem um eines gehen: selbst kreativ zu werden! Die Teilnehmer*innen sollen ihre Haltung zum Thema und ihre Eindrücke in Kunst packen – und dürfen natürlich selbst entscheiden, wie sie ihre Werke gestalten möchten. Künstler*innen aus der Region stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Für die Anmeldung genügt eine kurze Mail mit der Angabe des Namens, des Alters und der Adresse an Team-Mitglied Marie Kämpf (kaempf@lernort-kislau.de). Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro. Künstlerische Materialien und Verpflegung werden gestellt. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und vom Landratsamt Karlsruhe koordiniert.

Alle Informationen finden sich in unserem Info-Flyer.

Michael-Ende-Schule, Schönborn-Allee 30, 76669 Bad Schönborn | Uhrzeit: 10 bis 14.30 Uhr

Lichter gegen Ignoranz

Am 22./23. Oktober 1940 deportierten die Nazis 6.500 Menschen aus Baden, der Pfalz und dem Saargebiet – Frauen, Männer und Kinder – mit dem Zug in das Lager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Allein aus Karlsruhe wurden im Rahmen dieser schändlichen antisemitischen Aktion fast 1.000 Personen verschleppt.

Mit einer Mahnwache vor dem Karlsruher Hauptbahnhof möchten wir am 22. Oktober 2020 an die Deportation erinnern, die vor genau 80 Jahren von dort ihren Ausgang nahm. Und wir möchten ein Zeichen gegen all jene setzen, die heute noch oder wieder behaupten, bestimmte Menschengruppen seien weniger wert als andere.

Wir entzünden bei der Mahnwache Lichter für das Erinnern und gegen die Ignoranz. Alle Teilnehmer:innen werden ausdrücklich gebeten, auf das Zeigen von Fahnen und Abzeichen zu verzichten!

Mitveranstalter:innen: Amnesty International Karlsruhe | Deutscher Gewerkschaftsbund Karlsruhe und Einzelgewerkschaften | Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe | Evangelisches Dekanat Karlsruhe | Forum Ludwig Marum | Gegen Vergessen – Für Demokratie Nordbaden | Katholisches Dekanat Karlsruhe | Stadtjugendausschuss Karlsruhe

Der Veranstaltungsflyer kann gerne weiterverbreitet werden!

Bahnhofplatz, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 20.00 Uhr

Fachtagung 'Demokratie-Retter*innen 1.0'

Mitglieder des Reichsbanners in Ladenburg 1925 am Grab von Reichspräsident Friedrich Ebert in Heidelberg (Kreisarchiv Rhein-Neckar, Nachlass Gärtner, F 122)

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Umstände müssen wir die Tagung leider auf das nächste Jahr verschieben. Als Nachholtermin ist der 9. Juli 2021 vorgesehen.

In der Zeit der Weimarer Republik gab es einige zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich der Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft verschrieben hatten und antidemokratisch-rassistischer Hetze aktiv entgegentraten. Trotz der oft frappierenden Aktualität ihres Wirkens sowie der Lehren, die uns gerade ihr Scheitern aufgibt, sind diese Organisationen heute nur noch Wenigen bekannt und teils kaum erforscht.

Im Rahmen der Fachtagung ‚Demokratie-Retter*innen 1.0‘ wird der Forschungsstand zu sieben solcher Organisationen von ausgewiesenen Expert*innen zusammengetragen. Anschließend sind die Tagungsteilnehmer*innen gefragt: Gemeinsam erarbeiten sie, welche Möglichkeiten dieses Thema für die historisch-politische Bildungsarbeit und speziell für die Demokratie-Vermittlung eröffnet. Angelehnt an das Workshop-Format ‚Open Space‘, geschieht dies zunächst in offener Gruppenarbeit und dann im Plenum.

Hier finden Sie das komplette Programm und die Anmeldeunterlagen.

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 10 bis 19 Uhr

Vortragsabend 'Das Unrecht richten'

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Umstände musste der Vortragsabend leider verschoben werden. Als Nachholtermin ist Donnerstag, der 24. Juni 2021 vorgesehen.

Am 20. November 2020 jährt sich der Beginn des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses zum 75. Mal. Wir nehmen den Jahrestag zum Anlass, um das Ereignis näher zu beleuchten, einen Bogen zum Auschwitz-Prozess zu spannen und  den Blick auf Robert Kempner und Fritz Bauer zu richten:

Der gebürtige Freiburger Kempner ist heute in Deutschland nahezu vergessen. Dies betrifft nicht nur sein Wirken vor 1933 und im Exil, sondern auch seine Rolle als stellvertretender Chefankläger in den Nürnberger Prozessen. Bauers Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Verbrechen hingegen sind in den letzten Jahren wieder etwas stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch sein Wirken in der Weimarer Republik und in der Emigration jedoch ist heute unbekannt. Dass er aus Stuttgart stammte und was er dort tat, weiß selbst in Baden-Württemberg kaum noch jemand.

Die Biografien beider Männer bieten eindrucksvolle Beispiele demokratischen Wirkens in der Weimarer Republik und werfen zugleich Schlaglichter auf den doppelten Verfolgungsdruck, dem Demokraten jüdischer Herkunft bereits unmittelbar nach der Machtübergabe an die Nazis ausgesetzt waren. Die Nachkriegsprozesse, die sich mit ihren Namen verknüpfen, markieren den Weg vom Maßstäbe setzenden Kriegsverbrechertribunal der US-amerikanischen Besatzungsmacht zum späten Beginn einer eigenständigen Aufarbeitung durch bundesrepublikanische Behörden.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die historische und tagesaktuelle Relevanz dieser Prozesse ebenso diskutiert werden wie die Frage, warum Kempner und Bauer so lange dem Vergessen anheimgestellt waren.

Mit Henrike Claussen, der Direktorin der Stiftung Forum Recht, und Prof. Dr. Sybille Steinbacher, der Leiterin des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt, haben wir ausgewiesene Kennerinnen der Nürnberger Prozesse und des Auschwitz-Prozesses als Referentinnen gewonnen. Als Impulsgeber sowie später als Mitdiskutant wird Generalbundes­anwalt Dr. Peter Frank einen Bogen in die Gegenwart spannen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesarchiv Baden-Württemberg statt.

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe | Uhrzeit: 19.00 Uhr