22.02.2018

Vortrag für die Evangelische Erwachsenen­bildung Karlsruhe

Unter dem Titel "Ein Ort der Willkür und Entrechtung: Das Konzentrationslager Kislau 1933-1939" hält Luisa Lehnen aus dem Projekt-Team am 22. Februar einen Vortrag im Gemeindehaus in Karlsruhe-Durlach.

Schloss Kislau bei Bad Schönborn, heute Außenstelle der JVA Bruchsal, diente sechs Jahre lang – vom Frühjahr 1933 bis zum Frühjahr 1939 – als Konzentrations­lager für politische Gegner der NS-Diktatur. Das KZ Kislau bestand damit wesentlich länger als jedes andere frühe KZ in Südwest­deutschland. Schätzungsweise 700 Menschen waren dort interniert, darunter der ehemalige badische Regierungschef Adam Remmele und der ehemalige badische Justizminister Ludwig Marum, der in Kislau ermordet wurde. Im Rahmen des Vortrags wird die Referentin die Geschichte von Schloss Kislau in den ersten sechs Jahren des NS-Regimes genauer beleuchten und einen kurzen Einblick in die Pläne für das Projekt Lernort Kislau geben, der auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslager errichtet werden soll.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe "junge alte" der Evangelischen Erwachsenenbildung Karlsruhe, die sich in erster Linie an Menschen in der nachberuflichen Lebensphase richtet. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Ort: Gemeindehaus der Evangelischen Stadtkirche Durlach, Am Zwinger 5, 76227 Karlsruhe | Uhrzeit: 9.30 bis 11.00 Uhr

Zivilcourage-Preis in Vorbereitung

Von unserem Mitglied Hans Werner von Wedemeyer erhielten wir anlässlich seines neunzigsten Geburtstages eine größere Spende. Diese soll zweckgebunden für die Arbeit gegen Mobbing und das Werben für Zivilcourage bei Jugendlichen eingesetzt werden. Daraus entstand die Idee, einen Preis für Zivilcourage auszuschreiben, der gezielt an Jugendliche verliehen wird.

Ein solcher Preis müsste natürlich an den Schulen, in den Sportvereinen, in den Kirchen und anderen Einrichtungen, wo Jugendliche zu finden sind, bekannt gemacht werden. Schon dies kann dort jeweils ein Anreiz sein, sich mit Problemen wie Mobbing, Vorurteilen, Diskriminierung näher auseinanderzusetzen. Für uns als LZW-Verein wäre das die Gelegenheit, an diesen Stellen mit den Jugendlichen in Kontakt zu treten und für Zivilcourage zu werben.

Um diese Idee umzusetzen, treffen wir uns am Donnerstag, den 22. Februar um 19 Uhr im LZW-Büro. Dabei werden wir uns insbesondere mit den nachstehenden grundlegenden Fragen befassen:

  • Wie soll der Preis genau aussehen, welchen Namen soll er tragen?
  • Wer soll die genaue Zielgruppe sein? Jugendliche in Baden oder ganz Baden-Württemberg?
  • Welche Kriterien sollte ein Preisträger (oder auch eine Gruppe?) erfüllen? 
  • Wie und von wem soll/sollen der/die Preisträger ausgewählt werden?
  • Wie und wo soll über den Preis informiert werden?

Wer an der Ausgestaltung dieser Fragen mitwirken möchte, ist zu dem Treffen herzlich willkommen.

Ort: LZW-Büro im 5. OG des DGB-Hauses, Ettlinger Straße 3a, 76137 Karlsruhe | Uhrzeit: 19.00 Uhr